Kona Elektro oder Niro EV gebraucht: der Rückruf zählt
Sie schauen sich einen gebrauchten Hyundai Kona Elektro oder Kia e-Niro an? Dann sollten Sie eines wissen. Für beide Autos läuft 2026 ein Rückruf. Es geht um Brandgefahr der Batterie. Den Kia können Sie selbst nachschlagen. Den Kona nicht.
Hyundai Deutschland hat keine Seite für Rückrufe. Wir haben die Sitemap des Unternehmens durchgesehen, 256 Adressen, und keine davon ist eine Abfrage. Es fehlt nicht nur das Feld für die Fahrgestellnummer. Es fehlt das ganze Formular. Bleibt der Weg zum Vertragshändler, mit der FIN in der Hand. Kia hat dagegen eine europaweite Abfrage. Sie tippen die 17-stellige FIN ein, ohne Konto und ohne Login.
Ausgerechnet das Auto mit der größeren Kampagne können Sie hier also nicht selbst prüfen. In Deutschland sind rund 13.523 Kona Elektro betroffen und 1.791 Kia. Beide Zahlen stammen aus zweiter Hand, die eine vom ADAC, die andere von Autoflotte. Die Seite des Kraftfahrt-Bundesamts ließ sich bei unserer Prüfung nicht öffnen. Eine amtliche deutsche Zahl haben wir deshalb nicht.
Ein Rückruf ist kein Grund, ein Auto auszulassen. Er ist ein Grund, dieses eine Auto zu prüfen, bevor Sie zahlen.
Inhalt
- Die Kurzfassung
- Zwei Rückrufe, vier Monate auseinander
- Welche Autos wirklich betroffen sind
- So prüfen Sie ein konkretes Auto
- Software oder neue Batterie?
- Was die beiden sonst trennt
- Fragen, die wirklich gestellt werden
- Quellen
Die Kurzfassung
| Hyundai Kona Elektro | Kia e-Niro / Niro EV | |
|---|---|---|
| Welche Autos | Generation 1, gebaut 24.01.2018 bis 15.07.2023 | Generation 1, gebaut 19.05.2020 bis 18.03.2022 |
| Wie viele weltweit | 104.011 | 14.118 |
| Was die Werkstatt macht | Software neu aufspielen, Batterie prüfen, bei Befund daran arbeiten | dasselbe |
| Was es Sie kostet | nichts | nichts |
| Selbst prüfen in Deutschland | geht nicht, nur über den Händler | FIN-Abfrage von Kia, frei zugänglich |
Zwei Rückrufe, vier Monate auseinander
Hyundais Kampagne heißt 61D004. Sie betrifft den Kona Elektro der ersten Generation, also die Form, die von 2018 bis 2023 verkauft wurde. Hyundai ruft alle Autos zurück, die zwischen dem 24.01.2018 und dem 15.07.2023 gebaut wurden. Die Zahl der betroffenen Autos gibt Hyundai mit 104.011 weltweit an. Allein 25.056 davon stehen in Großbritannien und 6.891 in den Niederlanden.
Die Kampagne lief nicht überall gleichzeitig an. Die niederländische Behörde RDW veröffentlichte sie am 26. Februar 2026. Das EU-Warnsystem Safety Gate folgte am 26. März, Frankreich am 3. April, die britische DVSA am 4. Mai.
Was genau kaputt ist, beschreiben die Behörden unterschiedlich. Für Sie als Käufer ist dieser Unterschied wichtig. Safety Gate gibt der Software die Schuld. Sie erkenne nicht rechtzeitig, dass die Batterie zu heiß wird. Die DVSA beschreibt etwas Körperliches: Die Spannung der einzelnen Zellen könne auseinanderlaufen, und das könne einen Kurzschluss auslösen. Der RDW schreibt es wie die Briten.
Das sind zwei ganz verschiedene Autos. Beim einen spielt die Werkstatt ein Update auf und die Sache ist erledigt. Beim anderen driften die Zellen bereits auseinander. Die Akten stützen beide Lesarten, deshalb nennen wir Ihnen beide.
Kias Kampagne heißt 261261. Der RDW führt dieselbe Aktion unter 261216. Zwei Behörden, zwei Nummern für eine Sache. Betroffen sind Autos, die vom 19.05.2020 bis zum 18.03.2022 gebaut wurden: 14.118 weltweit, davon 1.932 in den Niederlanden. Gemeldet hat Belgien. Der RDW veröffentlichte den Fall am 9. Juli 2026, Safety Gate am 29. Juli 2026. Kia schreibt, die Software erkenne kleine Kurzschlüsse zwischen den Zellen nicht immer. Die Zellen könnten dann überhitzen und Feuer fangen, während das Auto parkt oder lädt.
Eine Warnung zu diesen beiden Zahlen. Hyundai ruft 104.011 Autos zurück, Kia 14.118. Das ist keine Note für die Sicherheit. Hyundai hat viel mehr von diesen Autos gebaut und das Netz viel weiter gespannt, über fünfeinhalb Jahre Bauzeit gegen knapp zwei bei Kia. Über das einzelne Auto sagt das Verhältnis nichts.
Welche Autos wirklich betroffen sind
Sie suchen in Baujahren, in denen beide Modelle die Generation gewechselt haben. Genau dort vergreifen sich Käufer.
| Modell | Gebaut für Europa | Batterie, netto | Motor | Im Rückruf 2026? |
|---|---|---|---|---|
| Kona Elektro Gen 1 (OS) | 2018 bis 2023 | 39,2 oder 64,0 kWh | 100 kW (136 PS) oder 150 kW (204 PS) | ja, alle |
| Kona Elektro Gen 2 (SX2) | ab 2023 | 48,4 oder 65,4 kWh | 114,6 kW (156 PS) oder 160 kW (218 PS) | nein |
| Kia e-Niro Gen 1 (DE) | Ende 2018 bis April 2022 | 39,2 oder 64,0 kWh | 100 kW (136 PS) oder 150 kW (204 PS) | nur gebaut 19.05.2020 bis 18.03.2022 |
| Kia Niro EV Gen 2 (SG2) | Juni 2022 bis Dezember 2025 | 64,8 kWh | 150 kW (204 PS) | nein |
Ein Kona Elektro von 2023 kann beides sein. Generation 1 lief am 15.07.2023 aus. Generation 2 startete im selben Sommer. Im Rückruf steckt nur Generation 1. Erkennen können Sie das auf zwei Wegen. Schauen Sie auf die Batterie: 39,2 oder 64,0 kWh heißt Generation 1. Oder messen Sie das Auto. Generation 1 ist 4.205 mm lang, vor dem Facelift im November 2020 sind es 4.180 mm. Generation 2 misst 4.355 mm.
Ein e-Niro von 2018 oder 2019 fällt nicht unter den Kia-Rückruf. Das Fenster beginnt erst am 19.05.2020, nicht beim Marktstart. Beim Hyundai ist es umgekehrt. Dort ist die ganze erste Generation erfasst.
Dazu eine Einschränkung. Die EU-Meldung nennt nur den Modellnamen "Niro EV" und keinen Karosseriecode. Die Hyundai-Meldung nennt ihren Code dagegen ausdrücklich. Dass nur Generation 1 gemeint ist, schließen wir aus den Bauzeiten. Gesagt hat es die Behörde nie.
Die beiden Autos teilen sich Motor und Batterie, aber nicht den Unterbau. Gleiche Batteriegrößen, gleiche Motoren mit 100 kW (136 PS) und 150 kW (204 PS), gleiche 395 Nm, gleiche Ladespitzen von 44 und 77 kW. Darunter sieht es anders aus. Der e-Niro steht auf einer Kia-Architektur, die er sich mit dem Hyundai Ioniq teilt. Der Kona ist der Verbrenner-Kona mit einem Elektromotor darin. Keines der beiden Autos nutzt Hyundais neuere E-GMP-Technik. Die ICCU-Ausfälle, von denen Sie vielleicht gelesen haben, betreffen Ioniq 5, Ioniq 6, EV6 und EV9, nicht diese zwei.
So prüfen Sie ein konkretes Auto
Deutschland. Beim Kona bleibt Ihnen nur der Vertragshändler. Sie brauchen dafür die FIN, also die Fahrgestellnummer. Holen Sie sie beim Verkäufer, bevor Sie losfahren. Sie steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I im Feld E und meist unten in der Windschutzscheibe. Beim Kia haben Sie die Antwort in einer Minute.
Verlangen Sie beim Kona außerdem die Rechnung oder den Werkstattauftrag, und zwar mit der Nummer 61D004 darauf. Ein Vertragshändler kann das belegen. Ein Privatverkäufer meist nicht. Ohne FIN kann Ihnen niemand etwas über dieses eine Auto sagen.
Großbritannien, der lehrreichste Fall in Europa. Das amtliche Portal sucht weder über das Kennzeichen noch über die FIN. Es sucht über den Modellnamen, Buchstabe für Buchstabe, und Groß- und Kleinschreibung zählt mit.
Tippen Sie KONA ELECTRIC ein, also den Namen vom Heck des Autos. Die Antwort lautet, das Fahrzeug habe keine Rückrufe. Dabei kennt die Datenbank diesen Namen gar nicht. Tippen Sie KONA OS EV ein, erscheint der Rückruf von 2026. Klein geschrieben verschwindet er wieder.
Jetzt der Teil, der Sie beunruhigen sollte. Wir haben einen Namen erfunden, ZZZNOTACAR, und ihn eingetippt. Die Seite antwortete Wort für Wort dasselbe wie bei einem sauberen Auto. Dass sie den Namen nicht kennt, sagt sie nie.
Es gibt einen Ausweg, und er steht auf der Startseite. Die DVSA stellt das ganze Register als Datei zum Herunterladen bereit. Darin stehen Spalten, die das Formular nie zeigt. Die Kona-Zeile nennt den 04.05.2026, 25.056 Fahrzeuge, die Herstellernummer 61D004 und die Bauzeit vom 24.01.2018 bis zum 15.07.2023. Die Kia-Kampagne von 2026 haben wir dort nicht gefunden. Ausgenommen ist sie deshalb nicht: Der Hyundai-Eintrag erschien erst rund sechs Wochen nach der europäischen Meldung.
Niederlande, der wichtigste Importmarkt und das beste Werkzeug Europas. Der RDW zeigt den Stand je Kennzeichen, kostenlos und ohne Login. Am 19. September 2026 standen beim Kona 3.779 Autos offen und 4.122 als erledigt gemeldet. Beim Kia waren es 1.568 offene und 338 erledigte. Das sieht schlecht aus. Die niederländischen Halter wurden aber erst am 10. August 2026 angeschrieben, also sechs Wochen vorher.
Zwei Grenzen hat auch dieses Werkzeug. "Erledigt" heißt nur, dass der Hersteller die Arbeit gemeldet hat. Was eingebaut wurde, steht nirgends, denn dafür hat der Datensatz kein Feld. Und ein Kennzeichen ohne Treffer beweist nichts. Kein Eintrag heißt keine Auskunft.
Software oder neue Batterie?
Sagt ein Verkäufer, das Auto sei "erledigt", dann kann das Verschiedenes heißen.
Drei Behörden beschreiben Hyundais Abhilfe auf drei Arten. Der RDW sagt, jedes Auto bekomme die neue Software. Findet die Software dann eine Abweichung, tauscht die Werkstatt die Batterie vorsorglich aus. Australien schreibt, die Werkstatt prüfe die Batterie und spiele entweder das Update auf oder setze einzelne Zellen instand. Das ist etwas anderes als eine neue Batterie. Die DVSA nennt nur das Update. Sie rät, das Auto bis dahin gut belüftet abzustellen, fahren dürfe man es normal.
Bei der Software sind sich alle drei einig. Ein Batterietausch ist nur in den Niederlanden und in Australien als zweiter möglicher Ausgang belegt, und keine Behörde sagt, wie oft er vorkommt. Bei Kia steht im Text des RDW weniger als in der Fachpresse: Software aufspielen, je nach Befund eine Reparatur am Batteriepaket. Reparatur, nicht Austausch. Der oft zitierte kostenlose Paketwechsel stammt aus der Presse, nicht aus einer Behördenakte.
Hyundais ältere Kampagne von 2021 war dagegen ein echtes Austauschprogramm. Schuld waren Zellen aus dem LG-Werk in Nanjing. Eine Fahne im Inneren der Zelle konnte umknicken und einen Kurzschluss auslösen. Dort tauschten die Werkstätten das Batteriepaket, nicht nur die Software.
Manche frühen Kona fahren deshalb heute mit einer Batterie, die jünger ist als das Auto. Das ist etwas wert, aber weniger, als es klingt. Ein deutscher Halter schrieb im kona-forum.de, ihm fehlten nach dem Tausch rund 50 bis 80 km Reichweite. Ein unabhängiger Test habe 94 statt 100 Prozent Kapazität ergeben. Zwei Franzosen bekamen ihr Paket kostenlos getauscht und empfahlen das Auto im Februar 2026 weiter.
Kein Register sagt Ihnen, ob ein bestimmtes Auto eine neue Batterie oder nur ein Update bekam. Fragen Sie den Verkäufer nach dem Papier dazu. Fehlt es, dann wissen Sie es schlicht nicht. Das ist etwas anderes als "war nur Software".
Was die beiden sonst trennt
Ist der Rückruf geklärt, liegen die beiden näher beieinander, als die meisten Vergleiche zugeben.
Beim Verbrauch gibt es keinen Sieger. Es gibt vier belastbare Messungen, und sie zeigen nicht alle in dieselbe Richtung. Drei davon stehen hier, die vierte ist nicht vergleichbar.
| Messung | Kona | e-Niro / Niro EV |
|---|---|---|
| ADAC Ecotest, Generation 1 | 16,7 kWh/100 km | 18,1 |
| ADAC Ecotest, Generation 2 | 18,8 | 17,9 |
| Spritmonitor, Nutzerdaten | 16,72 aus 348 Autos | 17,65 aus 216 Autos |
Wer hier einen Sieger ausruft, sucht sich die Zahl aus, die ihm passt. Eine Einschränkung: Die Ladeverluste stecken in den ADAC-Werten mit drin, und nur eine dieser Messungen sagt, wie das Auto angesteckt war. Warum Verbrauchsangaben so weit auseinandergehen, steht in unserem Text zu WLTP und realer Reichweite.
Die Zuverlässigkeit lässt sich gar nicht vergleichen. Der TÜV Report 2026 nennt für den Kona Elektro 4,8 Prozent erhebliche Mängel im Alter von zwei bis drei Jahren. Das ist Platz sechs von 18 Elektroautos. Für den Niro EV steht dort kein Wert.
Die ADAC-Pannenstatistik 2026 führt eine volle Reihe für den Kona: 13,9 Pannen je 1.000 zugelassene Autos beim Jahrgang 2018, 6,1 beim Jahrgang 2023. Für den Niro wieder nichts. Eine Zahl für "Kia Niro" aus einer anderen Quelle wäre schlechter als gar keine, denn der Niro lief überwiegend als Hybrid.
Schwachstellen nennen die Quellen sehr wohl. Beim Kona sind es die kleine 12-Volt-Batterie, die der ADAC in fünf von sechs Jahrgängen auflistet, und Bremsscheiben, die rosten, weil das Auto sie kaum braucht. Beim e-Niro ist es ein Lagergeräusch aus dem Getriebe, das der Kona nicht kennt.
Beim Platz liegt der Kia vorn. Der ADAC hat beide Kofferräume gleich gemessen: 280 Liter beim e-Niro gegen 225 beim Kona. Die Hersteller nennen 451 und 332 Liter, gemessen nach einem anderen Maßstab. Der Kia ist 170 mm länger und wiegt mehr. Bei der Reichweite zahlt er dafür: 455 km nach WLTP gegen 484 km.
Bei der Garantie muss man in Deutschland genau hinsehen. Auf die Batterie gibt Hyundai acht Jahre oder bis zu 160.000 km. Auf das Auto selbst gibt es nur fünf Jahre. Die Jahre sechs bis acht, mit denen Hyundai hier wirbt, sind keine Garantie des Herstellers. Das ist eine Versicherung, die Sie bezahlen.
Kia gibt sieben Jahre oder 150.000 km auf das Auto. Die achtjährige Garantie auf die Batterie gilt bei Kia erst ab Modelljahr 2026. Jeder gebrauchte e-Niro und Niro EV in Deutschland hat also sieben Jahre oder 150.000 km, auf Batterie wie auf Auto. Sinkt die Kapazität unter 70 Prozent, tauscht Kia die Batterie. Hyundai veröffentlicht diese Schwelle nur in Großbritannien.
Bei der Batterie ist Hyundai hier also etwas länger dran. Beim Auto selbst liegt Kia deutlich vorn. Schauen Sie jetzt noch einmal auf die Schwachstellen. Die 12-Volt-Batterie, die Bremsscheiben und das Getriebegeräusch gehören alle zum Auto, nicht zur Batterie. Ein Kona von 2020 hat heute keine Garantie mehr. Ein e-Niro von 2020 hat sie bis 2027. Beide Garantien gehen auf Sie über und hängen am lückenlosen Scheckheft. Die damals geltenden Kona-Bedingungen veröffentlicht Hyundai nirgends. Lesen Sie das Garantieheft im konkreten Auto.
Kfz-Steuer: Es kommt auf den Monat an. Beide Autos sind zehn Jahre ab Erstzulassung von der Kfz-Steuer befreit. Der Rest läuft beim Verkauf automatisch auf Sie über. In kaum einem Inserat steht das. Wie viel es wert ist, hängt am Monat. Ein Kona mit Erstzulassung im Januar 2021 hat am 19. September 2026 noch rund 4,3 Jahre frei. Einer vom Dezember 2021 hat rund 5,3 Jahre. Das ist ein volles Jahr Unterschied im selben Modelljahr. Danach wird der Betrag klein, und zwischen den beiden Autos liegen nur wenige Euro im Jahr. Wie die Befreiung beim Gebrauchtkauf läuft, steht in unserem Beitrag zur Steuerbefreiung beim gebrauchten E-Auto.
Die THG-Quote läuft 2026 weiter. Wer ein reines Batterieauto privat hält, kann sie verkaufen. Realistisch sind etwa 300 Euro, einmal je Auto und Jahr, Einsendeschluss ist der 15. November 2026. Fragen Sie den Verkäufer, ob er für dieses Jahr schon abgerechnet hat. Wenn ja, ist die Prämie für 2026 weg.
Das Angebot kippt je nach Markt. In Deutschland zählten wir bei AutoScout24 am selben Stichtag 379 Kona mit Erstzulassung 2022 oder früher gegen 47 Kia, also rund acht zu eins. In den Niederlanden ist es umgekehrt: 493 Kia gegen 328 Kona. In der Ukraine führt der Kia etwa drei zu eins.
Unter diesen Zahlen steckt ein Muster. Wo der Kia häufig ist, wurde er auch härter gefahren. In den Niederlanden liegt der e-Niro im Mittel bei 86.067 km, der Kona bei 74.666 km. Kias Garantie endet nach sieben Jahren oder 150.000 km. Viele dieser Autos erreichen beide Grenzen fast gleichzeitig. Für deutsche Käufer heißt das: Vom Kona gibt es hier viele, nur selbst prüfen können Sie ihn nicht. Vom Kia gibt es wenige, dafür beantwortet Kia die Frage sofort.
Suchen Sie ohnehin mehr Platz, dann hilft unser Vergleich Enyaq oder ID.4 gebraucht. Welche gebrauchten Stromer mit bekannten Problemen auffallen, steht in unserer Liste der E-Autos, die man meiden sollte. Beide Autos direkt gegeneinander stellen Sie in unserem Vergleichsrechner.
Fragen, die wirklich gestellt werden
Darf ich ein Auto fahren, bei dem der Rückruf offen ist?
Dazu gibt es nur eine amtliche Aussage, und sie kommt von der britischen DVSA. Das Fahrzeug dürfe normal genutzt werden. Bis zum Update solle es gut belüftet stehen. Eine deutsche Stelle hat dazu nichts veröffentlicht.
Kostet mich die Rückrufarbeit etwas?
Nein, auch ein Batterietausch nicht. Sie kostet aber Zeit. Kia rechnet für das Update mit einer knappen halben Stunde. Arbeiten am Batteriepaket dauern mehrere Stunden.
Der Verkäufer sagt, das Auto sei sauber. Reicht das?
Es kommt darauf an, was er geprüft hat. Kia schreibt auf seiner britischen Seite, dass Händler kein Fahrzeug mit offenem Rückruf verkaufen dürfen. Einem privaten Kona-Verkäufer in Deutschland fehlt dafür jedes Werkzeug. Verlangen Sie eine schriftliche Auskunft mit FIN und Kampagnennummer.
Übernehme ich die restliche Steuerbefreiung?
Ja, sie läuft automatisch mit dem Auto weiter, bis zehn Jahre ab Erstzulassung um sind. Fragen Sie nach dem Monat der Erstzulassung, nicht nur nach dem Jahr.
Soll der Rückruf den Preis drücken?
Von sich aus nicht, denn die Arbeit ist kostenlos. Trägt das Auto eine Ersatzbatterie aus der Kampagne von 2021, verlangen Sie die Papiere dazu. Behandeln Sie es dann als neuere Batterie in einem älteren Auto, nicht als weiße Weste.
Quellen
Alle Angaben geprüft am 19. September 2026.
EU Safety Gate. Meldungen SR/00934/26 und SR/02118/26. https://ec.europa.eu/safety-gate-alerts/ RDW. Terugroepacties MGP260064 und MGP260260. https://opendata.rdw.nl/ DVSA. Rückruf R/2026/128 und Rückrufregister. https://www.check-vehicle-recalls.service.gov.uk/ NHTSA. Hyundai Part 573 Report 21V-127, 1. März 2021. https://static.nhtsa.gov/odi/rcl/2021/ Vehicle Safety Recalls Australia. REC-006586. https://www.vehiclerecalls.gov.au/ RappelConso. Fiche 49426, 3. April 2026. https://rappel.conso.gouv.fr/ ADAC. Ecotest, Pannenstatistik 2026, Autokosten. https://www.adac.de/ TÜV-Verband. TÜV Report 2026, 20. November 2025. https://www.tuev-verband.de/ Autoflotte und electrive. Stückzahlen Deutschland. https://www.autoflotte.de/ Spritmonitor. Nutzerprotokolle. https://www.spritmonitor.de/ Kia und Hyundai. Garantiebedingungen. https://www.kia.com/ und https://www.hyundai.com/ AutoScout24. Bestandszählung, 19. September 2026. https://www.autoscout24.de/